Abiturgottesdienst im Zeichen der Freundschaft: Göttenbach-Gymnasium und Gymnasium an der Heinzenwies feierten wieder gemeinsam

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Abiturgottesdienst im Zeichen der Freundschaft: Göttenbach-Gymnasium und Gymnasium an der Heinzenwies feierten wieder gemeinsam

2016-03-abigottesdienst

Es ist mittlerweile eine schöne Tradition: Die beiden Idar-Obersteiner Gymnasien feierten auch in diesem Jahr gemeinsam mit ihren Abiturientinnen und Abiturienten einen ökumenischen Abiturgottesdienst in der Christuskirche. Der Gottesdienst wird im Vorfeld gemeinsam mit den Religionslehrerinnen und –lehrern beider Schulen geplant, die Schülerinnen und Schüler gestalten den Gottesdienst selbst und wählen ein gemeinsames Motto.

In diesem Jahr hatten die beiden Stufen aus aktuellem Anlass das Thema „Grenzen überwinden, Freundschaften schaffen“ gewählt. Alina Ballat und Klaudia Krupa gaben daher auch schon in ihrer Begrüßung zu bedenken, dass jeder Mensch außerhalb von zuhause fremd sei. Die Terroranschläge von Paris, die die Stufe während der Arbeit an dem Gottesdienst sehr berührt hatten, dürften nicht zu Angst und Agonie führen. Vielmehr gelte es, Freundschaft, Herzenswärme und Liebe zu leben. Auch die Schule sei mehr als Lernen und Pflicht gewesen, hier habe man Solidarität und Freundschaft gelernt. Dies betonten Fritz Sprenger und Anna Lisa Saxler in ihren Statements, die sie nach dem Eingangsgebet von Karola Fahldieck und dem von Katharina Bach vorgetragenen Psalm 146 vorstellten. Die von den Abiturientinnen und Abiturienten vorbereitete Meditation veranschaulichte diese Intention deutlich. Aus Kartons hatten sie eine große, zunächst verdeckte Mauer in der Kirche aufgebaut, auf der sich Begriffe wie „Hass“ oder „Aggression“ fanden. Die Schülerinnen und Schüler trugen nun Texte vor, während des Vorlesens wandelten sich die Begriffe auf den Kartons zu „Versöhnung“, „Liebe“ und „Freundschaft“. Die abweisende Mauer wurde zu einem freundlichen Herz umgebaut. Danach beeindruckte das Duo Nina Mertens und Caroline Bapp mit dem Song „Imagine“ die Gottesdienstbesucher in der bis auf den letzten Platz voll besetzten Christuskirche.

Passend zu dem Motto der Schülerinnen und Schüler hatte auch Religionslehrerin und Pfarrerin Stefanie Eckes-Steuckart als Text für die Ansprache Markus 7, 24-30 gewählt. Am Beispiel der Heilungsgeschichte der Frau aus Syrophönizien, deren kranke Tochter Jesus heilt, beschäftigte sie sich mit dem Thema „Grenzen“ und deren Überwindung. An Grenzen, so Stefanie Eckes-Steuckart, stoße, wer ein Ziel habe. Wem es gelinge, Grenzen hinter sich zu lassen, fühle sich befreit. Sie gab den Schülerinnen und Schülern Gedanken zum Umgang mit Grenzen, auf die sie in ihrem Leben immer wieder stoßen würden, mit auf den Weg. Der Chor des Göttenbach-Gymnasiums schloss sich mit dem Lied „May the Lord send angels“ an. Nach den von den Schülerinnen und Schülern formulierten Fürbitten sprachen alle Religionslehrerinnen und –lehrer beider Schulen gemeinsam einen jüdischen Segen, bevor mit dem Abschlusslied „Herr, gib mir Mut zum Brücken bauen“ noch einmal der Grundgedanke des Gottesdienstes zum Ausdruck kam.

Auch über die Kollekte hatten sich die Schülerinnen und Schüler viele Gedanken gemacht, die Hannah Sophie Conrad vorstellte: Die Kollekte in Höhe von 510,46 € soll der Flüchtlingshilfe im Landkreis Birkenfeld zugute kommen.

Den gesamten Gottesdienst begleitete Janina Zimmermann gekonnt mit ihrem temperamentvollen Orgelspiel.

(Dr. Francesca Schmidt)

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