Expressionismusabend am 27.06.2012

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Expressionismusabend am 27.06.2012

Diese Veranstaltung lässt nicht unberührt zurück, die Beteiligten verstanden es gekonnt aber doch spielerisch mit Texten und Musikstücken die ekstatische Untergangsstimmung dieser Epoche einzufangen und wiederzugeben und die Ausstellung der Bilder des BK-Kurses von Herrn Welsch zu dem Thema Expressionismus verdeutlichten das schnelle Leben in den Metropolen, das den Menschen damals als neue Herausforderung gegenübertrat. Das Gefühl der Bedrängnis in einer immer wachsenden Bevölkerung kam zusätzlich durch die stickige, geduckte Atmosphäre in der übervollen Bibliothek zu großer Geltung, das Verlieren an persönlichem Raum in der Gesellschaft, das Thema in den vorgetragenen Werken war, gewann an erschreckender (?) Realität.

Klaus Gerhold und der ehemalige Schüler des Göttenbach-Gymnasiums Alexander Faschon glänzten erneut mit musikalischer Versiertheit und auch der Vortrag des Grundkurses Musik der MSS 12 ließ nichts zu wünschen übrig. Die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Deutsch von Frau Pockeleit überzeugten mit teilweise hervorragenden schauspielerischen Leistungen, und der Enthusiasmus, der zutage gelegt wurde, zeugte von der Intensität, mit der die Vortragenden sich ihren Texten gewidmet hatten, und brachte auch das eine oder andere Schmunzeln hervor, hätte man doch nicht mit solchen Gefühlsausbrüchen gerechnet.

Der Verlauf des Programms war nicht durch formelle Ankündigungen und ähnlichem gestört, so waren Besucherinnen und Besucher in einem emotionalen Fluss gefangen, die zuweilen vermittelte manische Stimmung war zeitweise zu greifen. Hier seien Christoph Dreher und Edgar Steitz zu erwähnen, die mit ihrem Zusammenspiel viel auflockerten und doch zu vermitteln vermochten, und somit zu dem Eindruck des expressionistischen Chaos’ beitrugen.

Insgesamt ist es den Beteiligten sehr gut gelungen, verschiedene Facetten des Expressionismus zu zeigen und damit unterschiedliche Emotionen beim Publikum zu erzeugen. Lyrik und Musik gingen Hand in Hand und vermittelten ein deutliches Bild dieser Epoche.

 

(Julia A. Simmons, MSS 12)

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