Projekt „Verantwortung für die Welt“ – Besuch des katholischen Religionskurses der Stufe 7 in der Lebensmittelabteilung des Globus

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Projekt „Verantwortung für die Welt“ – Besuch des katholischen Religionskurses der Stufe 7 in der Lebensmittelabteilung des Globus

Im Rahmen des Projektes „Verantwortung für die Welt“ haben wir uns mit Fragen rund um unseren Umgang mit Lebensmitteln beschäftigt. Auf unsere Anfrage hin besuchten wir Ende März den Globus, wo uns Herr Bank von der Lebensmittelabteilung empfing. Im Konferenzzimmer konnten wir ihm und dem Mitarbeiter der Fleischabteilung Löcher in den Bauch fragen.

In erster Linie ging es darum, was mit noch essbaren Lebensmitteln passiert, die aus den Regalen genommen werden. Wir erfuhren, dass eine Entsorgung kostenaufwändig ist und deshalb viele Lebensmittel weiterverwendet werden. Zum Beispiel bekommen die Tafeln in Kirn und Idar-Oberstein 80% der frischen, noch haltbaren Waren, und Fleischreste werden ans Tierheim geliefert. Erstaunt hat uns, dass die Ware in der Regel schon 6 Tage vor Ablauf des MHD aussortiert wird. Dies wurde mit dem Kaufverhalten der Kunden begründet, die meistens für eine ganze Woche einkaufen gehen.

Interessantes erfuhren wir auch zum Fleischkonsum, der in den letzten Jahren stetig gestiegen ist. So werden im Monat 60-70 Tonnen Wurst und 160 Tonnen Fleisch verkauft. Der Transportweg der Tiere zum Schlachthof beträgt 30 bis 40 km; sie werden in Frankreich (Rinder) bzw. Belgien (Schweine) geschlachtet.

Was passiert mit den Schokohasen und anderen Ostersüßwaren nach Ostern? Die Industrie nimmt einen Großteil zurück, auch die Tafeln und die Mitarbeiter erhalten einen Anteil. Ob es Kinderarbeit auf Kakaoplantagen gibt und ob Schokoladenhersteller dies in Kauf nehmen, dazu konnte Herr Bank uns nichts sagen, da SB-Märkte dies nicht kontrollieren.

Im Anschluss an unser Gespräch durften wir noch einen Blick ins Lebensmittel-Lager und ins Kühlhaus werfen, wo erstaunlich wenig Ware gelagert war, da gut kalkuliert wird, wie viel die Kunden am Tag kaufen.

Es war ein interessanter Unterricht außerhalb des Klassenzimmers; viele Antworten hatten Erleichterung in uns ausgelöst, andere wiederum Nachdenklichkeit.

(A. Schumacher)

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Globusteam und v.a. Herrn Bank für die Offenheit und Bereitschaft sich unseren Fragen zu stellen!

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