Der Sozialkunde-Leistungskurs zu Besuch bei Fissler

Home / Aktuelle Nachrichten / Der Sozialkunde-Leistungskurs zu Besuch bei Fissler

Der Sozialkunde-Leistungskurs zu Besuch bei Fissler

Am 12.01.2012 hatte der Sozialkunde-Leistungskurs einen Termin bei Marketingchef International Herrn Loer, um ihm Fragen bezüglich der Standortpolitik und Marketing zu stellen.

Nach einer kurzen Einleitung, was der Familienbetrieb „Fissler“ eigentlich darstellt, nämlich dass es sich hierbei um ein Traditionsunternehmen handelt, machte Herr Loer klar, dass die Familie Fissler sehr an dem Standort Idar-Oberstein festhält, an dem auch hauptsächlich produziert wird, um die Qualität, die „Fissler“ darstellt, zu bewahren. Allerdings werden auch Teilproduktionen in Frankreich durchgeführt, da dort auch qualitativ hochwertig gearbeitet wird. Darüber hinaus möchte man kein Knowhow „unfreiwillig exportieren“. Das hat uns doch etwas überrascht, denn noch immer tendiert die Produktion in vielen Branchen dahin, in „Billiglohnländer“ anzuwandern.

Wir erfuhren zum Thema „Marketing, dass es vier Schlüsselbegriffe gibt, die man damit verbindet. Zum einen das Produkt an sich („product“), dann natürlich den Preis („price“), den man für dieses Produkt ansetzt. Die letzten beiden Begriffe sind der Ort („ place“), wo das Produkt vertrieben werden soll und zu guter Letzt die Vermarktung („promotion“), um für das Produkt einen hohen Marktanteil zu erzielen.

Ziemlich überraschend für uns war, dass „Fissler“ in China, Japan, Südkorea und Taiwan als Luxusmarke angesehen wird und die Produkte auch dementsprechend vorgestellt werden. Anhand von Videos und Bildern, die Herr Loer in seiner Präsentation zeigte, konnte man den großen Unterschied erkennen, dass die Produkte von „Fissler“ wesentlich eleganter und stilvoller in diesen Ländern präsentiert werden als bei uns. Beispielsweise werden die ausgestellten Produkte speziell ausgewählt, nicht in Kartons präsentiert, sondern wie eine wertvolle besondere Rarität präsentiert, ähnlich wie bei uns Luxuskonsumgüter in besonderem Ambiente angeboten werden, vergleichbar den Boutiquen in der Münchner Leopoldstraße oder der Berliner Friedrichstraße. Außerdem machte uns Herr Loer klar, dass auch der Service in diesen Ländern umfangreicher ist, da man dort sogar telefonisch gefragt wird, ob mit dem gekauften Produkt alles in Ordnung sei. Womöglich würde man solch eine Serviceleistung bei uns jedoch als zu aufdringlich finden.

Sogar Schmuck von „Fissler“ wird in China und Japan hergestellt, damit man sich auch selbst mit dem Luxusgut schmücken kann.

Allerdings gibt es laut Herrn Loer auch „Exitländer“, in denen der Umsatz der Marke nicht zufriedenstellend ist und man deswegen überlegt, ob man sich aus diesen Ländern zurückzieht, dafür aber woanders den Markteinstieg wagt. Um welche Länder es sich handelt, erfuhren wir allerdings nicht.

Als Fazit des Besuchs bei „Fissler“ und der Präsentation von Herrn Loer ist zu sagen, dass wir alle sehr überrascht waren, dass „Fissler“ solch unterschiedliche Stellenwerte in verschiedenen Ländern hat, was man an den unterschiedlichen Vermarktungsstrategien erkennen konnte. Außerdem ist es beeindruckend, dass sich die Firma schon seit über 165 Jahren in dieser Branche durch ihre hohe Qualität behaupten kann.

Zurück